Was ist „Svapinga“?

Der Künstler Martin Blumöhr gestaltet in der Unterführung an der Walte-Gropius-Straße 1 in München-Schwabing ein 350m² großes Wandbild im Dialog mit Passanten und Stadtviertelkundigen.

In dem großformatigen muralen Werk sollen die verschiedenen Aspekte des Stadtteils Schwabing, aus dem vergangenen, dem gegenwärtigen und dem zukünftigen Leben zu einer Bild-in-Bild Komposition verflochten werden. Das Projekt ist eine neue Arbeit aus Blumöhrs Serie „Public Viewing“. Dabei betreibt er zunächst Recherchen im Stadtviertel und sammelt Informationen über geschichtliche Aspekte, persönliche Erfahrungen und Einschätzungen von Experten, Bewohnern und Passanten über architektonische, politische und kulturelle Besonderheiten. Hierfür werden mehrere ansässige Vereine und Organisationen, kulturelle und soziale Einrichtungen kontaktiert.

Ferner werden über die Medien und Einrichtungen die Bewohner Schwabings dazu aufgerufen, Geschichten aus ihrem Leben und Sichtweisen über ihr Stadtviertel mitzuteilen. Zu diesem Zweck können sich diese direkt an den Künstler während seiner Arbeit im Tunnel wenden oder auf dieser Webseite das Formular unter „Beiträge“ verwenden. Dieses Material lässt Martin Blumöhr dann auf sich wirken und baut daraus assoziativ malerisch Szenerien auf. Dabei verschmelzen Erlebnisse mit Wünschen, die Zukunft mit der Gegenwart und der Vergangenheit, Ereignisse von großer Bedeutung mit persönlichen Perspektiven und Geschichten. Kulturelle und architektonische Kennzeichen des berühmten Viertels mischen sich in die Komposition. So wird dann eine Art Mikro-Makro-Kosmos über den Stadtteil und seine Bewohner entstehen. Zufällige Passanten könne genauso spontan Teil der Arbeit werden, wie eingeladene Schüler und Bewohner anliegender Einrichtungen.

Die künstlerische Umsetzung beginnt Mitte 2018 und wird vorraussichtlich bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Die Flächen werden grundiert und mit einer Mischtechnik aus Acryl- und Lackmalerei in Kombination mit Tuschezeichnung assoziativ – ohne Vorzeichnung – vor Ort gestaltet. Als Firnis wird zum Abschluss ein Nano-Schutzlack angebracht.